Also die erste Shuntanlage ist vom Januar 2004, eine Art Überraschung, denn ohne eine Dialyseaufklärung hatte ich Ruck Zuck den Shunt am Unterarm gleichzeitig hatte ich einen Demers Katheder eingebaut bekommen. Die ersten Dialysen liefen noch im Krankenhaus, erst dann kam ich in die angeschlossene KfH Dialyse - erst dort wurde ich umfassend über die Dialyse aufgeklärt!
Nach der Abheilungszeit mit dem Shunttraining (über den Sinn mich keiner aufgeklärt hat) wurde dann am Mittelarm angestochen - eine Prozedur die
mir von Anfang an sehr unangenehm (und schmerzhaft) war. Dazu kam, dass bei jeder Gelegenheit die Maschinenalarme los gingen und die Nadeln
gerichtet wurden. Den Hinweis, den Arm ruhig zu halten habe ich dann bis zur Verkrampfung betrieben, aber es half nichts! (die Maschinenalarme habe ich immer noch in meinen Alpträumen! ) Wegen der Schmerzen beim Punktieren, bekam ich sehr früh ein betäubendes Spray für die Punktionsstellen - damals noch die Feuerleiterart.
Nur nach 3 Monaten lief nix mehr und das Pflegepersonal fand Koagel in den Nadeln (ein Begriff der mir heutzutage den Angsschweiß auf die
Stirne bringt) ab zur Revision des Shunts und nach der OP war dann der Shunt am Oberarm! Dieser hielt dann 3 Jahre, aber es bildeten sich dann
die befürchteten Huckel am Oberarm. Die "Kennzeichen" der Dialysepatienten!
Der Shunt erwies sich als robust und schmerzte auch nicht so bei der Punktion! Nur irgendwann war auch da der Ofen aus und nach dem
Ultraschall wurde attestiert, da geht nichts mehr ein neuer Shunt muss her! Also, da im oberen Brustbereiech in Stent sitzt, am rechten Arm.
Der wurde an einem 1. Mai gelegt (Tag der Arbeit) und das war schon ein Zeichen für Pech! Zumal man mir erst einen Sheldon Katheder legte und
kurz darauf einen Demers Am letzten Tag im Krankenhaus bekam ich dann bei der letzten Dialyse auf der Waage am Abschluß einen Schlaganfall,
der trotz sofortiger ärztlicher Behandlung nicht erkannt wurde. Ich wurde heim geschickt und war am gleichen Abend in einer anderen Klinik
zur Behanlung des Schlaganfalls. Dort war ich dann auch in der örtlichen Konkurenzdialyse (die mir aber nicht gefiel). Zuerst über den Demerskatheder,
dann über den Arm de Dialyse und später dann in der Reha, zur Probe auch mal über den alten Shunt links (der sich irgendwie geöffnet hatte). Daheim
dann wieder über den linken Shunt und nach kurzer Zeit über den neuen Shunt, aber anch wenigen Wochen ging da wieder nichts mehr.
Wegen der Vorkommnisse um den Schlaganfall wollte ich aber nicht mehr in die gewohnte Klinik. Ich kam in eine andere!
Dort wurde erstmals ein Kunsttoff Shunt eingesetzt. Doch auch der hielt nicht nach einem Monat kam das aus und eine Revision.
Da war ich erstmals verzweifelt, dann ging ich in den Urlaub in die Türkei und im Urlaub ging der Shunt zu und ich musste 4 Wochen Urlaub
verwerfen und heim zur Shunt OP. Nur da kam ich im Aufwachraum zu mir, ein Pfleger hörte den Shunt mit dem Stethoskop ab und schüttelte den
Kopf,ein Arzt bestätigte dann - Shunt wieder zu! Da hatte ich erstmals in meiner Dialysezeit Selbstmordgedanken! Aber nach einigen Tagen habe
ich dann meinen dialyseärtztne erklärt, dass es vorerst keine weiteren Ops geben würde bis nicht die Ursachen erforscht sind. Darauf hin bekam
ich eine Untersuchung in einem Speziallabor in Duisburg wo eine erbliche Gerinnungstörung attestiert wurde. Die wurde dann mir Markumar und einem
Vitaminpräparat behandelt.
Wegen den Erfahrungen bei den letzen beiden Shunt OP, kam ich auf die im Nachinein blödsinnige Idee, den neuen Shunt im Transplantationszentrum
in Langendreer machen zu lassen - quasi schon mal Probeliegen und mal die Ärzte testen. So entstand der neuen Shunt im rechten Oberarm,
leider aber Pfusch am Bau, denn die Strecke war nicht punktierbar, sie lag zu tief und d ie Nadeln fanden keinen Halt. Nach einem weiteren Urlaub habe
ich dann im Januar denShunt höher legen lassen und das klappte einmal ganz hervorragend um 2 Tage später wieder dicht zu sein! Die Revision 3 Wochen
später war auch ohne Erfolg. Wieder diese Prozedur im Aufwachraum und der Befund - nichts geht mehr!
Wieder bekam ich Suizidgedanken und gleichzeitig viel Druck bei DO weil ich bedenken habe zu den Päpsten der Zunft zu gehen!
Nun wird kommenden Donnerstag ein Stück natürliche Vene durch Kunststoff ersetzt! Mein absolut letzter Versuch!!! Danach bleibe ich lieber beim
Katheder bis zur TX!!
So Thomas ich hoffe das reicht so, ich gebe zu, einge Revisionen habe ich weggelassen! Man kann an den Narben sehen, dass da 2 Narben parallel laufen, einmal sogar 3 Narben. Beteiligt waren nun 4 Krankenhäuser mit ins. 11 Eingriffen in einem knappen Jahr. Enttäuscht war ich
insbesondere über da Knappschftskrankenhaus in Langendreer, die alles andere als ein überzeugendes Bild abgegben haben. Von meinem Stammkrankenhaus
(ob der Vorfälle vom Schlaganfall) sowieso! Aber nach wie vor finde ich dort Dr.Berg, den Shuntoperateur sehr vertrauenswürdig!
Schade dass er beim letzen Eingriff im Urlaub war und sein Chef den Eingriff leitete - wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich nicht
gegangen!
Liebe Grüße
Werner