O.F. spricht aus eigener Erfahrung:
"Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, die Leute unterschätzen wie wichtig ein gut funktionierender Shunt ist. Und ein guter Shunt, ist halt mal auch abhängig vom Shuntchirurgen.
Wenn gute Venenverhältnisse da sind, kann ja auch ein "ungeübter" Chirurg die Fistel anlegen.
Aber bei Problemen gehts dann schon los."
Dr.Mündlein, bzw. Frau Dr.Voss sind wirklich gut, und ich habe den, auch ziemlich weiten Weg nach Offenburg nicht bereut.
Ich hatte im Oktober letzten Jahre eine ziemlich fiese Shuntentzündung. Eine Verkettung unglücklicher Umstände hatten dazu geführt. Ich hatte in Absprache mit meinem Zentrum einige Zeit Knopflochpunktion gemacht. Anfangs war das auch super, ich mußte keine neuen Stellen punktieren und somit war es für mich mit keinen Punktionsschmerzen verbunden. Nur das Problem war ja dann, dass man jedesmal den Schorf, beim Punktieren, mit hineingeschoben hat. Dazu kam noch, dass sich eine Stenose vor den arteriellen Knopflöchern gebildet hat, und der Druck dann sehr hoch war.
Die Punktionsstellen konnten nicht mehr richtig verheilen, und es entstand an dieser Stelle ein Entzündungsherd. Anfangs war die Stelle nur leicht gerötet, und ich habe dummerweise versucht, mit Betaisadonasalbe das zu beheben. Ich würde das nicht mehr machen, sondern direkt zum Arzt gehen! .
Jedenfalls ist aus der kleinen Rötung, von jetzt auf gleich eine große Rötung geworden. Mein Shunt wurde dick und die Knopflöcher fingen an zu eitern. Dann war ich ruckzuck im Zentrum, und der Arzt wurde fast ohnmächtig als er meinen Shunt gesehen hat. Mir wurde direkt Vancomycin i.V. gegeben, und noch andere Antibiotika als Tabletten. Es war höchste Eisenbahn, denn ich hatte schon eine leichte Sepsis.
Das Vanco und die anderen Antibiotika mußte ich einige Wochen bekommen, bis die Infektion dann weg war, und mein Shunt operiert werden konnte. Die Ärzte im Zentrum waren der Meinung, man müßte den Shunt schließen und einen neuen anlegen.
Ich bin dann nach Offenburg, und Dr.Voss hatte meinen Shunt revidiert und gerettet. Die Stenose operativ entfernt, die vernarbte Haut auch. Nachdem die Fäden gezogen, und die Nähte gut verheilt waren, hatte ich einen Shunt der besser war wie neu. Ich habe nun nach der OP, einen geraden, großlumigen Shunt, mit einer langen Punktionsstrecke die nun sehr leicht zu punktieren ist.
Für mich gab es keine große Überlegung, direkt nach Offenburg zu fahren, und nicht irgendeinen Gefässchirurgen im örtlichen KH, die Op machen zu lassen. Die Entscheidung war die einzig richtige. Den soviel Kompetenz, und auch Freundlichkeit, wie im Shuntzentrum in Offenburg habe ich noch nicht erlebt. Frau Dr.Voss kam jeden Tag selbst vorbei, hat sich den Shunt angeschaut und verbunden.
Einfach klasse!