Frage von mir:

"Thromboseprophylaxe bei einer Shuntprothese." ich habe nach meiner ersten Protesenshunt-OP vor 29 Jahren Assasantin über Jahre hinweg eingenommen, bis ich Magenprobleme bekam. Dann nur täglich eine ASS 100 protect. Nun habe ich gelesen, dass diese Prohylaxe nicht unbedingt den Erfolg verspricht. Lt einer Studie:
Eine Antithrombozyten-Therapie mit ASS plus Dipyridamol kann bei Dialysepatienten helfen, einen arteriovenösen Shunt offen zu halten. Die Ergebnisse einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2009; 360: 2191-2201) blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Sollte man bei einem Prothesenshunt eine Thromboseprophylaxe oder -therapie anwenden, um einer Shuntthrombose vorzubeugen?

Wie ist Ihre Meinung?

Dr. med. Thomas Röder

Chefarzt der Dialyseshuntchirurgie
HELIOS Klinik Blankenhain

Thromboseprophylaxe beim PTFE – Gefäßersatzshunt : Generell –NEIN – dient nur als Beruhigung für den Operateur – AUSNAHMEN : nachgewiesene Gerinnungsstörungen oder Gerinnungsfaktorendefekte –beides ist SEHR selten

Es gibt keine seriösen Studien , die einen signifikanten Nutzen für den Patienten bzw. seinen Shunt belegen – abgesehen von den von mir angesprochenen nachgewiesenen Gerinnungsstörungen l

meine Frage:

Nach Shunt Operationen wird doch meistens eine Fragminspritze einmal täglich gespritzt. Die ist doch für die Tromboseprophylaxe. Hat aber nicht mit dem Shunt zu tun?

Richtig – die Fragmingabe erfolgt wegen der post op Immobilisation des Patienten –NICHT zur Shuntoffenhaltung