Pressebericht des Vereins der Jungen Nierenkranke Deutschland e.V. zur Nierenwoche 2007

Mein Kommentar zur Presserklärung:

Es liegt in der Natur, dass Langzeitdialysepatienten, die über 30 Jahre dialysieren, Probleme mit ihren Lebensadern bekommen. Bei den Jungen Nierenkranken Deutschland e.V. werden diese Probleme diskutiert und in den Seminaren, die wir veranstalten, bearbeitet. Auch in regelmäßigen Kontakten sprechen wir über Shunts- bzw. Gefäßanschlüsse und mitunter hielten zu diesem Thema erfahrenen Shuntchirurgen Referaten. Natürlich haben wir auch Insiderwissen, da wir ja Betroffene sind. Sehr häufig bekomme ich Mails von Mitbetroffenen, die Probleme mit dem Shunt haben.

Die Kostenabrechnung von Shunt OP's sind meines Wissen bundesweit einheitlich. Eine Coretex-Anlage kostet das Vielfache einer normalen A-V Fistel OP. Aber Shuntchirurgen, die gut sind, stehen bei schwierigen Shuntgegebenheiten rund um die Uhr im OP. Im Vergleich zu anderen medizinischen Leistungen sind Shunt OP's eine schwierige, oft sehr difiziele Arbeit. Folgendes hat Prof. Krönung (Shuntchirurg im Saarland) in einem seiner Referate betont. "Bisher wurden Shunts relativ schlecht honoriert, so dass nur sehr wenige engagierte Shuntchirurgen trotzdem eine qualitativ hochwertige professionelle Shuntchirurgie betrieben haben. Eine Besserbezahlung der shuntchirurgischen Tätigkeit muss unbedingt verbunden werden mit einer Qualitätskontrolle, damit nicht aus nahe liegenden Gründen unerfahrene Operateure in breitem Stil Shuntchirurgie betreiben."

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass schlechte Shuntchirurgen in Deutschland ihr Unwesen treiben. Die besten Shuntärzte kann man an zwei Hände abzählen.

Thomas Lehn